Strategien und Tipps für Value-Wetten (Valuebets)

Hohe Quoten sind nicht immer das richtige, wenn es darum geht, möglichst erfolgreich Wetten zu platzieren. Denn je höher die Quote, desto höher ist auch das Risiko, dass die Wette scheitert. Ausgebufften und erfahrenen Wettspielern ist diese Tatsache natürlich schon lange bekannt. Deswegen machen sich diese Spieler lieber auf die Suche nach Wetten mit geringeren Quoten, aber einer deutlich höheren Gewinnwahrscheinlichkeit. Bei dieser Art von Wetten handelt es sich um sogenannte Valuebets, also Wetten mit einer besonders hohen Wertigkeit.

Inhaltsverzeichnis

  • Wettquoten, die sich lohnen
  • Ein Beispiel von Valuebets bei Casinos
  • Die falsche Einschätzung des Buchmachers
  • So ermittelt man eine Valuebet
  • Wie man eine Valuebet findet und richtig berechnet
  • Für den eigenen Wettschein lohnt sich nicht jede Valuebet
  • Fazit: Eine erfolgreiche Valuebet bekommt man durch eine genaue Analyse

Wettquoten, die sich lohnen

Wie der englische Name schon verrät, handelt es sich bei Valuebets um Wert-Wetten. Man könnte also sagen, dass damit Wetten gemeint sind, die es wert sind, gespielt zu werden, da das Verhältnis von Risiko zu erwartbarem Gewinn besonders gut ist. Dabei muss man aber klar sagen, dass es letztendlich jeder Spieler selbst beurteilen muss, inwieweit es sich bei einer bestimmten Wette um eine Valuebet handelt.

Ein Beispiel von Valuebets bei Casinos

Nehmen wir als Beispiel einen Roulette-Tisch in einem Spielcasino. Beim Roulette sind alle Fächer gleichmäßig in Rot und Schwarz unterteilt. Abgesehen natürlich von der Null, die wir für dieses Beispiel aber nicht mit einbeziehen wollen. In diesem Fall liegt die Chance, dass die Kugel entweder auf einem roten oder einem schwarzen Feld landet, bei jeweils 50 %. Als Wettquote würde dies einer Quote von 2,0 entsprechen. Würde der Croupier jetzt die Quote bei einer Farbe z.B. auf 2,10 erhöhen, würde dies zur Folge haben, dass die Spieler mehrheitlich auf diese Farbe setzen würden. Da dann bei gleicher Gewinnwahrscheinlichkeit ein höherer Gewinn zu erwarten ist, handelt es sich dabei um eine Valuebet, also eine besonders lohnenswerte Wette.

Die falsche Einschätzung des Buchmachers

Im obigen Beispiel kann man sagen, dass der Croupier die Gewinnwahrscheinlichkeit falsch eingeschätzt hat, was den Spielern einen nicht unerheblichen Wettvorteil eingebracht hat. Genau dasselbe passiert immer wieder auch den Buchmachern bei Sportwetten, wenn sie die Quoten für bestimmte Spiele falsch einschätzen, weil sie von einem anderen Ausgang des jeweiligen Spiels ausgehen.

So kann es z.B. durchaus sein, dass Buchmacher nicht schnell genug reagieren, wenn ein Topspieler eines Teams plötzlich kurz vor einem Spiel ausfällt. Durch diesen Ausfall steigen die Chancen des Gegners, sodass dessen Quote eigentlich gesenkt werden müsste. Dieses wurde aber vom Buchmacher noch nicht berechnet, womit in diesem Fall eine echte Valuebet vorliegt. Die Schwierigkeit liegt aber vor allem darin, diese zu finden und zu erkennen.

So ermittelt man eine Valuebet

Tatsächlich gibt es eine einfache Formel, die es dem Spieler ermöglicht, abzuschätzen, ob es sich bei der jeweiligen Wette um eine Valuebet handelt. Diese Formel lautet:

(Quote x geschätzte Wahrscheinlichkeit in %): 100 = Value (Wert)

Damit hier eine Valuebet vorliegt, muss das Ergebnis der Formel mindestens 1 betragen. Dabei gilt natürlich, dass es eine umso bessere Valuebet ist, je höher das Ergebnis über 1 liegt. Auf der anderen Seite hat diese Formel natürlich auch einen bedeutenden Schwachpunkt. Das Problem in der Formel ist die Ermittlung der geschätzten Wahrscheinlichkeit. Hier muss der Spieler in vielen Fällen die Schätzung aufgrund von vagen Erfahrungswerten vornehmen. Dabei muss dieser Wert natürlich so genau wie möglich sein. Es bringt in diesem Fall auch nichts, sich die Wahrscheinlichkeiten schönzureden, denn damit würde ein Spieler sich am Ende nur selbst betrügen. Eine Einschätzung sollte auf jeden Fall absolut neutral und Wertefrei erfolgen und ohne jegliche Sympathie für die eine oder andere Mannschaft.

Wie man eine Valuebet findet und richtig berechnet

Wie bereits erwähnt, ist eine der Hauptschwierigkeiten dabei, eine Valuebet zu finden bzw. festzustellen, ob es sich überhaupt um eine solche handelt. Ein sehr guter Indikator für eine vorhandene Valuebet ist auf jeden Fall eine besonders hohe Quote. Hier ist die Wahrscheinlichkeit um einiges höher, dass hier eine besonders hochwertige Wettmöglichkeit vorliegt. Hilfreich ist hierbei ein Wettquotenvergleich, wie er auch hier bei Sportwettenvergleich.net bereitgestellt wird. So kann zum Beispiel folgende Quote für ein Nordderby Werder Bremen gegen den Hamburger SV vorliegen:

1: 1,85 – X: 3,00 – 2: 4,00

Eine eigene neutrale Analyse des Spielers hat dabei ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit eines Hamburger Sieges bei immerhin 30 % liegt. Das könnte zum Beispiel daran liegen, dass wichtige Stammspieler bei Werder Bremen fehlen oder der Hamburger Sportverein aktuell sehr gut in Form ist und bereits die letzten Spiele gegen bessere Gegner gewonnen hat. Mit diesem ermittelten Wert kann der Spieler jetzt berechnen, ob es sich bei diesem Spiel um eine Valuebet handelt. Dafür setzt er die nachstehende Gleichung an:

(4,00 x 30%):100 = 120:100 = 1,20

Das Ergebnis zeigt, dass es sich bei diesem Spiel mit einem Ergebnis von 1,20 um eine Valuebet handelt, da der Endwert deutlich über 1,00 liegt.

Für den eigenen Wettschein lohnt sich nicht jede Valuebet

Auch wenn die Quote hoch ist, heißt das nicht, dass es sich auch um eine realistische Wette handelt. Natürlich wäre die Quote für den Sieg des Meppen SV besonders hoch sollte er gegen den FC Bayern München spielen, und natürlich würde es sich in diesem Fall sicherlich um eine Valuebet handeln. Aber realistisch gesehen, liegt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Viert- oder Fünftligist den führenden Bundesligaverein schlägt, wohl so niedrig, dass hier ein Sieg ausgeschlossen werden kann. In diesem Fall auf Meppen zu setzen, wäre reine Geldverschwendung.

Fazit: Eine erfolgreiche Valuebet bekommt man durch eine genaue Analyse

Eine Valuebet zeigt somit vor allem, ob sich die jeweilige Wettquote im Verhältnis zu der vom Spieler angenommenen Wahrscheinlichkeit am Ende rechnet. Das ist natürlich reine Mathematik und zeigt nicht, ob sich die Wette selbst für den Spieler überhaupt lohnt. Zudem ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor die Wahrscheinlichkeit, welche der Spieler für den Sieg beim jeweiligen Spiel ansetzt, um diese möglichst genau zu bestimmen. Eine gründliche Recherche und die Einsicht in die Statistiken sind somit zwar absolut unerlässlich, machen eine Valuebet aber zu einer perfekten Möglichkeit, um bessere Wettergebnisse zu erzielen.