Ab welchem Alter darf man Wetten platzieren?

Zuerst einmal wollen wir euch darauf aufmerksam machen, dass dieser Artikel die Meinung unserer Redaktion mit all unseren Erfahrungen wiedergibt. Zudem gelten natürlich immer die AGB der Wettanbieter. Und nicht vergessen: Glücksspiel ist in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt.

Viele Menschen sind von Sportwetten begeistert, und vor allem, wenn man auf den eigenen Lieblingsverein setzen kann, steigt das Adrenalin erheblich an. So kommt es auch, dass die meisten Kinder von Eltern mit einer Wettleidenschaft diese Leidenschaft vererbt bekommen. Ja, das ist wirklich möglich. Da fragt man sich natürlich, ab wann denn der Nachwuchs selbst beim Buchmacher einsteigen kann. Mit diesem Ratgeber wollen wir dieser Frage auf den Grund gehen.

Inhaltsverzeichnis

  • Ab welchem Alter darf man Wetten platzieren?
  • Die Buchmacher haben klare Regeln
  • Könnte man sich auch vor dem 18. Lebensjahr registrieren?
  • Spielsucht – ein ernstzunehmendes Thema?
  • Schutz ist wichtig für alle Altersgruppen
  • Sind Sportwetten in Deutschland überhaupt erlaubt?
  • Welche weiteren Möglichkeiten haben die Buchmacher, um Spieler auszuschließen?
  • Fazit: Buchmacher sind sicher und bieten den Spielern Schutzmechanismen

Die Buchmacher haben klare Regeln

Bei den seriösen Wettanbietern ist eine Anmeldung generell erst mit dem vollendeten 18. Lebensjahr möglich. Da sie auch eine soziale Verantwortung haben, arbeiten Buchmacher auch mit strengen Regeln. Zudem werden Sie regelmäßig von Lizensierungsbehörden kontrolliert.

Gerade die besten Anbieter halten sich an den Codex, welcher die Bekämpfung der Spielsucht vor die eigenen wirtschaftlichen Interessen stellt. Das ist auch der Punkt, an den man erkennt, dass sich dieser Geschäftszweig immer mehr zu einer seriösen Branche entwickelt.

Könnte man sich auch vor dem 18. Lebensjahr registrieren?

Aufgrund der Anonymität, die das Internet birgt, ist es natürlich auch möglich, sich anzumelden, wenn man das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat. Dies kann durch Angabe eines falschen Geburtsdatums erfolgen. Selbst Einzahlungen kann man dann tätigen, aber das wird dem Spieler nichts bringen, denn spätestens wenn man sich die Gewinne auszahlen lassen möchte, wird der Schwindel bei der Altersangabe auffallen. Man wird nicht einen einzigen seriösen Buchmacher im Netz finden, welcher einer Auszahlung zustimmt, bevor eine Identitätsüberprüfung stattgefunden hat.

Für die Verifikation bei dieser Identitätsüberprüfung müssen die Kunden der Online-Buchmacher die allseits bekannten KYC-Dokumente vorlegen. Hierbei fordern die Buchmacher einen Lichtbildausweis in Form von Personalausweis, Führerschein oder Reisepass sowie eine Adressbestätigung. Diese können die Benutzer mit der Meldebescheinigung oder einer Versorgerrechnung vorlegen. Dabei bringt es auch nichts, diese Dokumente zu fälschen, da eine Auszahlung nur auf ein Konto, welches dem jeweiligen Benutzer eindeutig zuzuordnen ist, erfolgt. Zusätzlich werden die Spielerdaten auch noch über andere Wege kontrolliert. Folgendermaßen wird es zum Beispiel in den Geschäftsbedingungen von Ladbrokes dargestellt.

Zitat:

„5.5. Glücksspiel unter 18 Jahren (oder dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestalter für Glücksspiel) stellt eine Straftat dar, und wir unternehmen sämtliche Schritte, um Glücksspiel unter minderjährigen Spielern zu verhindern. Um den elektronischen Altersnachweis von Kunden zu überprüfen, werden wir bei Bedarf Informationen bei Ihnen anfordern, die den Vorgang so reibungslos und diskret wie möglich gestalten können.
5.6. Um Ihr Alter zu überprüfen, leiten wir Ihren Namen, Ihre Anschrift sowie Ihr Geburtsdatum an einen Dritten weiter, der diese Daten elektronisch überprüft. Informationen zum Vorgang der Altersüberprüfung werden gespeichert und in Zukunft gegebenenfalls von Unternehmen genutzt, die diesen Service zum selben Zweck nutzen und mit denen Sie in einer Geschäftsbeziehung stehen. Dieser Bericht enthält jedoch keinerlei Angaben darüber, dass die Altersüberprüfung von Ladbrokes durchgeführt wurde. Der von uns konsultierte Dritte ist in voller Kenntnis über die durch das englische Datenschutzgesetz (Data Protection Act) ihm übertragenen Pflichten und garantiert, entsprechend dieser Pflichten zu handeln.
5.7. Falls die Altersüberprüfung nicht erfolgreich ist, behalten wir uns das Recht vor, die Funktion, Geld von Ihrem Konto abzuheben, sowie den Zugang zur Website oder bestimmten Teilen davon bei Bedarf für Sie zu sperren.“

Dernoch junge deutsche Wettanbieter Tipp3 geht hingegen einen ganz neuen Weg. Bei diesem Münchener Anbieter ist es nur mit einem Identitätscheck möglich, sich zu registrieren. So kann man sich grundsätzlich nur mit der Id-Nummer des Personalausweises anmelden. Natürlich stellt das eine Hürde bei beim Registrieren dar und für manche Spieler ist das auch eher störend, dennoch erhöht dieses Vorgehen letzten Endes die Spielsicherheit und zeigt die Seriosität des Buchmachers.

Was man zudem wissen sollte: Wenn herauskommt, dass der User minderjährig ist, erhält er sein Geld nicht zurück. Ist auf dem Konto dieser Person Guthaben, so wird dieses Geld an die zuständige Aufsichtsbehörde überwiesen und diese wird versuchen, das Geld an einen Erziehungsberechtigten auszuzahlen.

Spielsucht – ein ernst zu nehmendes Thema?

Die Gefahr der Spielsucht ist natürlich auch ein ernst zu nehmender Faktor, allerdings sollte man deswegen nicht generell das Glücksspiel verbieten, auch wenn viele Deutsche Kritiker dieses Argument für ein Verbot gerne anführen. Letztlich geht es ihnen allerdings wohl eher um den Schutz des „Staats-Buchmachers“ Oddset.

Gerade die Online-Wettanbieter treffen sehr viele Maßnahmen, mit welchen sie die Kunden vor der Spielsucht schützen wollen. Fakt ist, dass gerade die Anbieter im Internet diese Krankheit ernst nehmen, daher sensibilisieren und schulen sie auch ihre Serviceteams, an die sich die Spieler bei Bedarf jederzeit wenden können. So haben die Spieler bei diesen Anbietern auch die Möglichkeit, sich zeitweise – oder sogar lebenslänglich – von der Website auszuschließen. Der bekannteste Buchmacher im Netz, Bwin, arbeitet sogar schon seit Jahren mit etlichen Universitäten zusammen, damit man immer mehr über das Krankheitsbild der Spielsucht in Erfahrung bringen kann. Hierfür investieren gerade die Österreicher eine nicht unerhebliche Geldmenge.

Schutz ist wichtig für alle Altersgruppen

Wichtig ist für jeden Spieler, dass derjenige sein Spielverhalten regelmäßig überprüft, und dabei auch ehrlich zu sich selbst ist. Und das hat mit dem Alter überhaupt nichts zu tun, denn die Glücksspielsucht kann in jedem Alter zuschlagen. Generell sollte man sich an diese vier Grundregeln halten:

  • Sportwetten sollten nur zur Unterhaltung angesehen werden und nicht als Verdienstquelle
  • Investiere nur so viel Geld wie du auch verlieren kannst. Betrachte es als Geld, welches nicht mehr vorhanden ist.
  • Wutwetten sollten vermieden werden. Niemals versuchen, auf Biegen und Brechen Verluste wieder auszugleichen.
  • Immer den Überblick über das gesetzte Geld behalten. Kontrolliere deine Wetteinsätze – am besten mit einer externen Buchführung.

Unseren Erfahrungen nach lässt sich die Spielsucht relativ einfach erkennen, indem man sich selbst einige Fragen beantwortet. Dazu sollte man aber unbedingt ehrlich zu sich selbst sein. Die seriösen Buchmacher haben dazu fast alle einen Fragenkatalog zusammengestellt, welchen die Spieler nutzen können, um ihr Spielverhalten zu analysieren. Hier stellen wir beispielhaft den Fragenkatalog des Buchmachers Ladbrokes vor.

Zitat:

  • Bleiben Sie zu Hause, um zu spielen und gehen deshalb nicht zur Arbeit, Universität oder Schule?
  • Spielen Sie, weil Sie sich langweilen oder unglücklich sind?
  • Fühlen Sie sich verloren oder verzweifelt, wenn Ihnen beim Glücksspiel das Geld ausgeht? Fühlen Sie den Zwang, so schnell wie möglich wieder zu spielen?
  • Spielen Sie so lange, bis Sie Ihren letzten Cent verloren haben, auch wenn das Geld nicht mehr für die Fahrt nach Hause oder eine Tasse Kaffee reicht?
  • Haben Sie jemals gelogen, um den Geldbetrag oder die Zeit, die Sie ins Spielen investiert haben, zu rechtfertigen?
  • Haben andere Sie schon einmal dafür kritisiert, dass Sie um Geld spielen?
  • Merken Sie, dass Ihr Interesse an Ihrer Familie, Ihren Freunden oder Ihren Hobbys nachlässt?
  • Haben Sie nach Streitereien, Frustrationen oder Enttäuschungen das Bedürfnis zu spielen?
  • Hatten Sie wegen Ihres Spielverhaltens schon Depressionen oder Selbstmordgedanken?

Je mehr Fragen von den Spielern positiv beantwortet werden, desto höher ist auch die Gefahr, dass diese Spieler in die Spielsucht fallen.

Sind Sportwetten in Deutschland überhaupt erlaubt?

Gerade die neuen Spieler treffen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen oftmals Aussagen wie diese: „Es ist nur denjenigen Kunden erlaubt am Spiel teilzunehmen, in deren Herkunftsland das Spiel nicht verboten ist“. Daher fragen sich viele dieser Spieler, ob das Wetten auf Sportereignisse in Deutschland überhaupt legal ist. Diese Frage können wir ganz klar mit Ja beantworten, auch wenn es in Deutschland immer noch eine riesige Oddset-Lobby gibt, die alles versucht, um das private Wettgeschäft verbieten zu lassen. Aber in der Hinsicht sind die EU-Richtlinien sehr eindeutig. Alle seriösen Buchmacher sind rechtssicher, auch wenn sie nicht in Deutschland registriert sind.

Welche weiteren Möglichkeiten haben die Buchmacher, um Spieler auszuschließen?

Natürlich gibt es auch andere Gründe als nur die Altersgrenze, weshalb ein Buchmacher einen Kunden abweisen kann. Denn Grundsätzlich gibt es in den AGB aller Online-Wettanbieter den Absatz, dass der Wettanbieter das Recht hat, auch ohne Angaben von Gründen einen Kunden abzulehnen. Dies wird aber in den allerseltensten Fällen passieren, solange nicht einer dieser Punkte zutrifft.

  • Altersgrenze von mind. 18 Jahren noch nicht erreicht
  • Der Kunde ist nicht voll geschäftsfähig
  • Der User steht unter Vormundschafft
  • Verdacht, dass die Gelder aus kriminellen Handlungen stammen könnten
  • Verdacht, dass derjenige das Wettkonto für geschäftliche Zwecke nutzt
  • Verdacht, dass der User einem Wettkartell angehören könnte

Liegt einer dieser Punkte vor, hat der Buchmacher das Recht, bestehende Konten sofort zu kündigen und die eingesetzten Geldmittel einzubehalten. Somit werden eventuelle Gewinnabrechnungen storniert, zumindest wenn noch keine Auszahlung erfolgt ist.

Aber es gibt noch einen weiteren Grund, weshalb ein Buchmacher einen User ausschließen darf, und dieser ist nicht unerheblich. Und zwar dann, wenn ein Spieler versucht, durch mehrfache Anmeldungen an noch mehr Bonusgelder zu kommen. Des Weiteren ist es nicht gestattet, dass sich Kunden, die bei einem Buchmacher aufgrund von Spielsucht gesperrt sind, bei einem anderen Buchmacher anmelden. Um dieses sicherzustellen, gleichen alle Buchmacher die relevanten Daten in regelmäßigen Zeitspannen ab.

Fazit: Buchmacher sind sicher und bieten den Spielern Schutzmechanismen

Buchmacher erlauben die Anmeldung erst nach dem Vollenden des 18. Lebensjahrs. Gerade der Jugendschutz ist für die Buchmacher ein sehr ernstes Thema. Die Unternehmen in der Sportwetten-Branche gehen offen mit der Spielsucht um, und gehen dieses Problem mit an, da es ihnen sehr wichtig ist, die Kunden vor einem negativen Spielverhalten zu schützen. Zudem haben sie einige Schutzmechanismen eingebaut, um sich vor Spielern zu schützen, welche noch nicht das Recht haben, zu spielen. Hiermit sind vor allem Minderjährige gemeint. Auch auf das Setzverhalten achten die Sicherheitsteams dieser Unternehmen. So wird frühzeitig reagiert, wenn unnatürliche Züge erkennbar sind.